Den Rasen im Sommer richtig bewässern

Wenn es in der warmen Jahreszeit einige Zeit nicht regnet, leidet der Rasen schnell. Die Pflanze fängt an zu welken und auf einem Sandboden verdorrt der Rasen dann schon binnen zwei Wochen.

rasen bewässernDer Rasen verliert in Abhängigkeit von der Außentemperatur, der Bodenart sowie auch der Luftfeuchtigkeit pro Quadratmeter Fläche über den Tag verteilt rund vier Liter Wasser durch Verdunstung. Die Wurzeln des Rasens dringen aber lediglich bis zu 15 Zentimeter tief in den Boden, somit sind die Wasserreserven für den Rasen schnell erschöpft und das Garten Bewässern steht an.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Rasen bewässern?

Zu beobachten ist immer wieder, dass Hobbygärtner den Regner zum Rasen bewässern immer sehr spät aufstellen, nämlich dann, wenn der Rasen schon Trockenschäden aufweist und viele Halme der Pflanze schon nicht mehr zu retten sind. Wichtig ist es, den Rasen bereits dann zu bewässern, wenn die ersten Blätter sich schlaff zeigen und das gesamte Grün einen minimalen Graustich aufweist.

Wie viel Wasser benötigt der Rasen?

Ein weiterer Laienfehler beim Rasen bewässern liegt in der verwendeten Wassermenge. Häufige und geringe Wassermengen sind die falsche Lösung, denn so kann das Wasser nur wenige Zentimeter in den Boden eindringen und der Wurzelbereich wird nicht tief durchfeuchtet. Deshalb verlagert sich dieser dann langfristig in die oberen Bodenschichten, was zur Folge hat dass der Rasen noch anfälliger für Trockenschäden wird.

Das Wasser sollte bei jedem Rasen bewässern mindestens 15 Zentimeter ins Erdreich eindringen. Das lässt sich bei lockerem Sandboden mit 10 bis 15 Litern je Quadratmeter Fläche erzielen. Ein lehmiger bis toniger Boden benötigt 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Der lehmige Boden speichert viel Wasser, benötigt die Bewässerung deshalb etwa einmal wöchentlich, während der sandige Boden die Wassergaben im Abstand von drei bis vier Tagen benötigt.

Wie kontrolliere ich die gegebene Wassermenge?

rasen mit sprinkler bewässenEs gibt zwei Möglichkeiten, um zu testen, ob der Rasen genug Wasser erhalten hat. Bei der ersten Methode sticht man einfach mit einem Spaten eine schöne dicke Grassode aus und misst dann mit einem Zollstock nach, wie tief die Durchfeuchtung des Erdreiches ist. Die Grassode kann danach wieder vorsichtig eingesetzt und festgetreten werden.

Bei der Methode zwei wird mit den oben genannten Wassermengen und einem Regenmesser abgemessen, ob der Rasen genügend bewässert wurde.

Die verschiedenen Arten der Rasenbewässerung

Eine Möglichkeit, den Rasen zu bewässern, liegt darin, mit dem Gartenschlauch und einem aufgesetzten Regner die Bewässerung vorzunehmen. Eine weitere Variante des Bewässerns des Rasen lässt sich mit dem sogenannten Rasensprenger umsetzen. Dieser sollte günstigstenfalls beweglich sein, um eine große Rasenfläche abdecken zu können. Hierbei sollte man beachten, dass der Rasenregner besonders effektiv nachts oder am frühen Morgen genutzt wird, um die Verdunstungsverluste gering zu halten.

Zum Einsparen von Wasser sollte man beim Rasen bewässern darauf achten, dass der Regner so eingestellt ist, dass nur die Rasenfläche, nicht aber Wege oder Hauswände unsinnigerweise mit bewässert werden.